„Mein liebster Alptraum“: Nett


Galeristin (Isabelle Huppert) mit ihrem ungeliebten Gatten (Andre Dussollier).Foto:
Galeristin (Isabelle Huppert) mit ihrem ungeliebten Gatten (Andre Dussollier).Foto:
(dpa)


Eine herbe, unterkühlte Galeristin in Paris, deren Ehe zu einem Verleger am eisigen Tiefpunkt angelangt ist. Wer würde bei der

Besetzung nicht an Isabelle Huppert denken? Allerdings ist „Mein


liebster Alptraum“ kein grämendes Seelendrama, sondern ein weiteres

Beispiel für die grassierende Welle französischer Wohlfühlkomödien, die ihren Reiz aus dem Zusammenprall bourgeoiser Kulturbürger mit der Arbeiterklasse beziehen: siehe „Ziemlich beste Freunde“. Hier also gerät die Huppert ganz unwahrscheinlich, aber bald auch amourös an den prolligen Filou Benoît Poelvoorde („Nichts zu verzollen“), während ihr Gatte einer jungen Streetworkerin verfällt. Regisseurin Anne Fontaine („Coco Chanel“) setzt zunächst auf


VIDEO

schneidige Dialoge, bis jeder Anflug satirischen Witzes dann doch in klischeehaftem Wohlgefallen versickert. Mittelmaß.

VON GIAN-PHILIP ANDREAS, MÜNSTER


19 · 01 · 12




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