Ahaus/Berlin - Kilometerlange Höchstspannungsleitungen, immer größere Biogas-Anlagen, steigende Energiepreise - die Folgen des Atomausstiegs werden auch die Menschen in der Region in den kommenden Monaten spüren. Erstmals warnt jetzt ein Politiker vor den konkreten Auswirkungen. „Wir werden die Energieprobleme Deutschlands nicht allein im Münsterland lösen können. Das überfordert uns“, sagte der Ahauser CDU-Bundestagsabgeordneter Jens Spahn im Interview.
Konkret nannte Spahn, der seinen Wahlkreis im Kreis Borken hat, den beantragten Bau einer Höchstspannungsleitung. Der Netzbetreiber Amprion will eine von bundesweit zwölf geplanten 380-kV-Leitungen von Wesel nach Meppen ziehen und dabei auf einer Länge von 130 Kilometern das Münsterland queren. Über die neue, teilweise unterirdisch verlaufende Stromautobahn soll ab 2015 der in den Nord- und Ostsee-Windparks erzeugte Öko-Strom fließen.