Berlin - Das Kinderhilfswerk Unicef hat ein entschiedeneres Vorgehen gehen Kinderpornografie, Kinderprostitution und Kinderhandel gefordert. Im Jahr würden nach Schätzungen der Vereinten Nationen weltweit 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen zum Sex gezwungen, heißt es im neuen Unicef-Report „Stoppt sexuelle Ausbeutung“. Die Täter müssten über die Landesgrenzen hinweg verfolgt werden, forderte Unicef-Botschafter und Schauspieler Roger Moore am Dienstag in Berlin. Unicef-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus verlangte ein systematischeres Vorgehen gegen Internet-Anbieter, die Seiten mit Kinderpornografie dulden.
„Männer auf der ganzen Welt müssen begreifen, dass der Missbrauch von Kindern und das Anschauen von Kinderpornos schwere Verbrechen sind“, sagte Moore. Seit 18 Jahren engagiert sich der frühere JamesBond-Darsteller, der gerade seine Autobiografie geschrieben hat, bei Unicef für den Kinderschutz. In Brasilien habe er mit einem 12jährigen Mädchen gesprochen, das ihm von seiner ersten Vergewaltigung mit 8 Jahren erzählte, berichtete Moore. Der Täter sei ein Polizist gewesen. Das Straßenkind verdiene sich seitdem Geld als Prostituierte. Mit den Einnahmen unterstütze das Kind seine Mutter.