Bocholt - Wo heute Äcker, Wiesen und Weideland die Landschaft an der deutsch-niederländischen Grenze bei Bocholt prägen, könnte schon in einigen Jahren ein riesiger Baggersee entstehen. Die Niederrheinische Kies- und Sandbaggerei (NKSB) in Rees mit ihrem Geschäftsführer Michael Hüging-Holemans möchte im Bocholter Ortsteil Suderwick ein neues Kieswerk errichten und auf einer 120 Hektar großen Fläche Sand und Kies abbauen.
Das Unternehmen hofft, mit dem Abbau 2016 beginnen zu können, und ist bereit, 20 Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Der Kiesabbau soll über drei Jahrzehnte stattfinden. Die Rede ist von einer Fördermenge in der Größenordnung von rund einer Million Tonnen jährlich. Was bleiben würde, wäre eine bis zu 30 Meter tiefe Wasserfläche, die größer als Suderwick und viermal größer als der Bocholter Aasee wäre.