Unsicherheit bei Eltern

Zwei Hauptschulen stehen noch zur Wahl


Durch den Eingang zur Hermann-Gmeiner-Schule gehen ab dem kommenden Schuljahr keine neuen Schüler der 5. Klassen mehr. Foto:
Durch den Eingang zur Hermann-Gmeiner-Schule gehen ab dem kommenden Schuljahr keine neuen Schüler der 5. Klassen mehr. Foto:
(Martin Borck)


Gronau/Heek - Nach dem beschlossenen Ende auf Raten für die Hermann-Gmeiner-Hauptschule ist die Unsicherheit bei Eltern offenbar groß. Groß genug, dass die Stadtverwaltung „aufgrund einiger Elternanfragen zur aktuellen Schulsituation“ in einer Pressemitteilung auf einige der Fragen eine Antwort liefert. Andere Eltern machen gleich Nägel mit Köpfen: Wie im Heeker Schulausschuss bekannt wurde, wächst an der dortigen Kreuzschule die Zahl der Gronauer Schüler.

Demnach sind an der Heeker Verbundschule von 413 Schülern inzwischen 19 aus Epe und zwölf aus Gronau - Tendenz steigend: So besuchen vier Eperaner und zwei Gronau den 6. Jahrgang, im 5. sind es ebenfalls zwei aus Gronau und schon sieben aus Epe.


Sorgen bereite diese Entwicklung der Gronauer Schulverwaltung aber nicht, sagte Pressesprecherin Lena Flucht auf Nachfrage. „Grundsätzlich sind die Haupt- und Realschulen in Gronau und Epe gut ausgelastet“, betonte sie. Es sei das Recht der Eltern, die Schule frei zu wählen - sofern diese genügend Kapazitäten habe. Die Fahrtkosten nach Heek allerdings übernehme die Stadt Gronau nicht: „Es werden nur die notwendigen Fahrtkosten für die wohnortnächste Schule übernommen“, erklärte Lena Flucht. Eventuell aber übernehme Heek diese Kosten. Das bestätigte Jürgen Lammers, der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeindeverwaltung Heek.

Die Gronauer Verwaltung verweist in einer Pressemitteilung derweil noch einmal darauf, dass die Bezirksregierung Münster im November den Ratsbeschluss zum Aufnahme-Stopp für die Hermann-Gmeiner-Hauptschule ab dem kommenden Schuljahr genehmigt habe. Ab dem Schuljahr 2012/2013 werden somit keine Eingangsklassen (Klasse 5) mehr gebildet. Das bedeutet faktisch, dass diese Schule „auslaufend“ aufgelöst werde, so die Verwaltung.

Alle Schüler der Hermann-Gmeiner-Hauptschule würden aber weiterhin in ihrem gewohnten Klassenverband unterrichtet. Die konkrete Gestaltung des Auslaufprozesses übernimmt - wie berichtet - eine Steuergruppe, die sich zusammensetzt aus Vertretern der Schule (Eltern, Lehrer, Schüler), der benachbarten Schulleitungen und der Verwaltung.

Ab dem kommenden Schuljahr haben die Eltern von Schulwechslern die Wahl, im Falle einer Entscheidung für die Hauptschule ihr Kind entweder an der Sophie-Scholl-Schule in Epe (Gasstraße 17) oder an der Anne-Frank-Hauptschule in Gronau (Konrad-Adenauer-Str. 85) anzumelden.

Die Sophie-Scholl-Schule ist, ähnlich wie die Hermann-Gmeiner-Schule, ein klassischer Schultyp mit Halbtagsunterricht. An der Anne-Frank-Schule findet ein gebundener Ganztagsunterricht statt: An vier von fünf Schultagen wird von 8 bis 16 Uhr unterrichtet. Der Schulträger übernimmt die Kosten für die notwendige Beförderung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen.

Weitere Informationen erteilen die Schulen.

VON MARKUS KAMPMANN, GRONAU


03 · 02 · 12





TOP ARTIKEL
Topartikel Icon
TERMINSUCHE


Zeitraum:
von Kalender

Fehler: Kein kein gültiges Datum !
Format: dd mm yyyy
bis Kalender
Rubrik:


© Tageblatt für den Kreis Steinfurt - Alle Rechte vorbehalten 2012

Impressum | Datenschutz | AGB | Sitemap
Media-Daten | Netiquette