Nottuln - Ihr erstes Ölbild malte sie mit sechs Jahren. Es zeigte die Emsauen bei Rheine, ihrem Geburtsort. Und Landschaften sind auch heute ihr bevorzugtes Sujet. Weiter Himmel über weitem Land, stille Wasser, Bäume und Gräser, die sich sanft im Wind wiegen - all das bringt Marion Tibroni nicht einfach nur zu Papier. Mit ihren Pastellkreiden komponiert sie kraft- und stimmungsvolle Landschaftsbilder, die Ruhe und eine heitere, ja optimistische, Grundhaltung ausstrahlen.
Eine Auswahl ihrer Arbeiten ist ab Freitag (3. Februar) im Rahmen der Reihe „Kunst im Rathaus“ im Nottulner Rathaus zu sehen. Die Bilder sind zwischen 2008 und 2011 größtenteils während Aufenthalten in Worpswede entstanden. „Die Lage des Künstlerdorfes mitten im Teufelsmoor und die Landschaftsbilder der frühen Worpsweder Künstler Otto Modersohn und Heinrich Vogeler haben mich inspiriert“, sagt Marion Tibroni. Eindrucksvolle Zeugnisse dieser Inspiration sind nicht zuletzt ihre Darstellungen der Moorlandschaft, die schon per se etwas Geheimnisvolles an sich hat, was die Künstlerin etwa durch das Hinzufügen von Irrlichtern oder einer Moorprinzessin augenzwinkernd unterstreicht.