Mit einem bunten Programm haben die Marienschüler ihren Rektor in den Ruhestand verabschiedet

„Staatsempfang“ zum Abschied


„Staatsempfang“: Am roten Teppich standen die Kinder der ersten Klassen für Ulrich Röttger Spalier.Foto:
„Staatsempfang“: Am roten Teppich standen die Kinder der ersten Klassen für Ulrich Röttger Spalier.Foto:
(sff)


Senden - Sie hatten alle „dicht gehalten“ - über Tage und Wochen: Kinder, Elternvertreter und Kollegium der Mariengrundschule. Und so entwickelte sich der Tag seiner Verabschiedung für Rektor Ulrich Röttger wie das Öffnen einer große Schultüte voller köstlicher Überraschungen: „Uli, i hol di mit dem Traktor ab“, hieß es am Montag um 9.30 Uhr vor dem Hause Röttger. Mit einem 340 PS starken Trecker chauffierte Thomas Kammann, Sohn der Schulsekretärin Marianne Kammann, den staunenden Schulleiter zur Steverhalle. Dort standen die Erstklässler an einem 30 Meter langen roten Teppich Spalier: Johlend und mit roten, gelben und blauen Tüchern winkend bereiteten sie Ulrich Röttger eine wahren „Staatsempfang“. „Den Teppich haben wir über private Kontakte von Holiday on Ice organisiert“, freute sich Konrektorin Beatrix Jacobs über die gelungene Überraschung.

Kaum im Foyer der Halle angelangt, empfingen die Jagdhornbläser im Hegering Senden Röttger mit einem musikalischen Gruß: „Wir bedanken uns bei Ihnen, dass wir in der Marienschule üben dürfen und freundlich aufgenommen wurden“, so Korpsleiter Markus Stutenkemper.


Mit einem bunten Programm ging das Abschiedsfest weiter. Die Kinder präsentierten einen Bändertanz, Sketche und das Spiel „Stationen des Schullebens“. „Eines ist sonnenklar: Sie warn wunderbar“, hallte der Refrain eines Liedes laut durch die Halle. „Die Kinder haben mir eine große Freude bereitete. Denn ich hatte mir einen fröhlichen Abschied gewünscht“, lächelte Ulrich Röttger nach dem Empfang.

Am Mittag schloss sich die offizielle Verabschiedung des Rektors an, der nach über 40 Jahren Schuldienst im Alter von 63 Jahren nun in die Ruhephase der Altersteilzeit eintritt. In den elf Jahren als Konrektor und den zehn Jahren als Rektor habe Röttger „alle Aufgaben mit Bravour“ gelöst, bedauerte Bürgermeister Alfred Holz den Abschied. Die Marienschule sei Vorbild gewesen durch die Einführung der Übermittagsbetreuung im Schuljahr 1990/91, die Einrichtung des Zahnputzraumes im Jahr 2000 und die Einführung des offenen Ganztagsbetriebes 2001/05.

Für die Elternschaft bedankte sich der Schulpflegschaftsvorsitzende Joachim Schubert: „Es waren hervorragend initiative Jahre für Hunderte von Schülern. Und Sie hatten immer eine offene Bürotür - für alle. Es war viel Bewegung da, die sich positiv auf das Schulklima ausgewirkt hat.“

Die Grüße der Schulen überbrachten die Rektorinnen Lisa Normann, Sigrid Schallenberg und Angelika Trillsch: „Ulrich Röttger ist jemand, der auch brenzlige Punkte anspricht und sich traut, unbequem zu sein. Wir konnten oft in seinem Windschatten segeln, wofür wir ihm dankbar sind.“

Im Namen der Sendener Kindergärten bedankte sich Wilma Borkenhagen für die „gute Zusammenarbeit“.

„Der Lotse geht von Bord“, leitete Ulrich Röttger sein kurz gehaltenes Schlusswort ein und dankte allen Weggefährten, insbesondere dem Team der Übermittagsbetreuung und der „Mannschaft für die wohltuende und positive Zusammenarbeit“. Gemeinsam sei es gelungen, die vier Erweiterungen der Schule sowie die pädagogischen und organisatorischen Hürden zu meistern und die Marienschule weiterzuentwickeln.



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