Vorschlag der Bündnisgrünen grundsätzlich begrüßt

Spielplatz nicht unter Dach und Fach


Dieser junge Mann trotzt dem Wetter und ist warm verpackt draußen mit seinem Bobby Car unterwegs. Ob die Mädchen und Jungen in Ladbergen sich bald auf einem Indoor-Spielplatz flotte Rennen liefern können, steht noch nicht fest. Etliche Fragen müssen zunächst geklärt werden. Foto: dpa
Dieser junge Mann trotzt dem Wetter und ist warm verpackt draußen mit seinem Bobby Car unterwegs. Ob die Mädchen und Jungen in Ladbergen sich bald auf einem Indoor-Spielplatz flotte Rennen liefern können, steht noch nicht fest. Etliche Fragen müssen zunächst geklärt werden. Foto: dpa


Ladbergen - Von der Idee, einen Indoor-Spielplatz in Ladbergen einzurichten, sind die Mitglieder des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses angetan. Bis zur Realisierung wird aber wohl noch mehr Wasser durch den Mühlenbach fließen, als der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen lieb sein mag.

Denn bei aller Sympathie für den Vorschlag der Grünen, äußerten am Donnerstag Vertreter von SPD und CDU sowie Ausschussvorsitzender Hendrik Lotz (FDP) ihre Bedenken, zumindest für eine zeitnahe Umsetzung eines überdachten Spielareals.


Etliche Fragen wollen die Lokalpolitiker zunächst geklärt wissen. „Das ist eine gute Sache, es muss aber auch geprüft werden, ob es dafür einen Bedarf gibt“, stellte Thomas Kötterheinrich, Fraktionsvorsitzender der SPD, heraus.

Die Bündnisgrünen hatten, wie berichtet, das Thema auf die Tagesordnung gebracht. In ihrem Antrag sieht die Fraktion den Saal der Gaststätte König als geeignete Spielstätte. Der Hausmeister der Rottsporthalle könne wenn möglich kleinere Aufgaben und den Schlüsseldienst übernehmen. Dem trat Bürgermeister Udo Decker-König in der Sitzung entschieden entgegen. „Der Hausmeister ist für Sporthalle und Grundschule zuständig und ist ab 15 Uhr nicht mehr im Dienst. Arbeit habe er bereits genug, „der Mann hat 160 Überstunden.“

Günter Haarlammert, Sprecher der CDU, brachte während der Diskussion zum Ausdruck, „dass unsere Fraktion die Idee grundsätzlich unterstützt.“ Aber auch mit Blick auf die knappe Haushaltslage geprüft werden muss, ob in der Gemeinde aus vorhandenen Möglichkeiten eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stünden.

Lotz schlug in diesem Zusammenhang vor, dass auch Bürger sich einbringen und ihre Vorschläge bei der Verwaltung im Rathaus kundtun sollten.

Der Antrag der Bündnisgrünen geht zurück auf eine Idee von Ines Schweer. Die Ladbergerin ist Ratsmitglied der Partei und auch im Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschuss vertreten. Am Donnerstag erklärte sie den Anwesenden noch einmal kurz das Vorhaben. Dabei geht es nicht darum, einen kommerziellen Indoor-Spielplatz einzurichten. Sondern vor allem für noch nicht schulpflichtige Kinder im Winter eine Möglichkeit zu schaffen, gemeinsam zu spielen.

Das geht zum Beispiel schon mit einigen Großbausteinen, Balanciermöglichkeiten und Bobby Cars. Freude hätten die Mädchen und Jungen zudem an Bilderbüchern.

Die Ausschussmitglieder haben aber noch weiteren Klärungsbedarf: Was ist mit sanitären Anlagen, gegebenenfalls kindgerecht ? Wer hat die Aufsichtspflicht ? Wer übernimmt den Schlüsseldienst ? Welche Heizkosten kommen auf die Gemeinde zu?

Die Diskussionsbeiträge mündeten schließlich in einer inhaltlichen Erweiterung des Antrags der Gründen. Demnach ist die Gemeinde beauftragt, die Möglichkeit und den eigentlichen Bedarf zur Einrichtung eines Indoor-Spielplatzes zu prüfen sowie den Finanzbedarf zu ermitteln.

Alle Ausschussmitglieder stimmten dafür.

VON KARIN C. PUNGHORST, LENGERICH


03 · 02 · 12





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