Paul zu Gast im Spielzeugparadies

„Das passt bestimmt noch in mein Kinderzimmer“: Diese junge Dame durchstöbert das Spielzeugangebot. Fotos:
„Das passt bestimmt noch in mein Kinderzimmer“: Diese junge Dame durchstöbert das Spielzeugangebot. Fotos:
(mak)


Metelen - Der kleine Paul steht fassungslos in seiner Grundschule. Sie hat sich von jetzt auf gleich in sein Paradies verwandelt: Spielzeuge so weit das Auge reicht. Benjamin-Blümchen-Kassetten liegen in einem Karton direkt neben dem Eingang, darunter sind Bücher von den „101 Dalmatinern“ und nur ein paar Stände weiter steht sogar ein „Bobby-Scooter“. Der Sprössling weiß gar nicht, wo er zuerst hinschauen soll. Als er vor einem Playmobilauto steht, blickt er bittend zu seinem Papa hinauf. Doch der schüttelt den Kopf. „Wir hatten gesagt, entweder Playmobil oder Lego“, erinnert er seinen Sohnemann, der bereits Legofiguren in der Hand hält. Und der Kleine kann seine Enttäuschung nicht verbergen.

Um Paul herum herrscht reges Gedränge. Denn die Kinderkleiderbörse der Kolpingfamilie Metelen ist an diesem Samstag bestens besucht. Bereits zum sechsten Mal findet die Kleiderbörse statt, das erste Mal ist der Verkauf in der Grundschule. „Aufgrund der Kirchenrenovierung mussten wir ausnahmsweise von der Oase in die Grundschule weichen“, erklärt Organisatorin Beate Wiechers.


An 27 Ständen aus Metelen, Ochtrup und Welbergen werden von 14 bis 17 Uhr in der Grundschule meist alte, teils aber auch ungebrauchte Kindersachen verkauft. Das Angebot ist vielfältig. Nicht nur Spielzeuge sollen sprichwörtlich „an den Mann gebracht werden“, sondern auch alte Kleidung, Schuhe, Jacken und Kinderwagen. „Pullover, Größe 122 bis 146, 5 Euro“ prangt es auf einem Schild, daneben werden kleine Birkenstockschlappen in Größe 28 angeboten: vier Euro. Die Erwachsenen handeln immer wieder munter. Vor allem Mütter wühlen eifrig auf den Tischen und suchen nach der passenden Größe.

Der Verkauf läuft gut. Das merkt auch die Kolpingfamilie in der Cafeteria. Als Standgebühr bezahlt jeder Verkäufer einen Kuchen, der jetzt für den guten Zweck verkauft wird. „Der Erlös kommt dem Fond ,Familien helfen Familien zu Gute“, erklärt Beate Wiechers. Bereits gegen 16 Uhr ist aber kaum noch Kuchen übrig. „Hier ist ordentlich was los“, freut sich die Organisatorin. Ihre Zwischenbilanz ist positiv. Wiechers: „Man merkt wirklich, dass sich die Kinderkleiderbörse in Metelen etabliert hat.“


07 · 03 · 10



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