Mittelalterlicher Charme in der Oase

Konzentriert gehen die Teenies bei den Proben zu Werke, eine Woche bleibt zur Feinabstimmung. Fotos:
Konzentriert gehen die Teenies bei den Proben zu Werke, eine Woche bleibt zur Feinabstimmung. Fotos:
(Katharina Fiegl)


Metelen - Er hat eine Leier - die darf er spielen. Doch wenn der Barde Troubadix aus „Asterix“ eine gesangliche Darbietung geben will, bringt ihm seine Dorfgemeinschaft ein ums andere Mal Gewalt bei. Oder es ziehen gar Blitz und Donner auf. Als Troubardour (altfranzösisch: „Trouvère“) mangelt es Troubadix schlichtweg an Wertschätzung - und an Talent.

Ein Glück, dass solch ein Schicksal Udo Nobis´ Schützlinge nicht heimzusuchen droht. Der Kirchenmusiker hat sehr wohl einen Blick darauf, dass seine Schützlinge aus dem Metelener „Teeniechor“ gut singen können - insbesondere, wenn sie sich an die „Trouvère“-Messe des tschechischen Komponisten Petr Eben heranwagen.


Und weil einst der Troubadour immer mit denen musiziert habe, „die eben gerade da waren“, händelt Nobis die Instrumentalbesetzung auch ein wenig flexibel. Eigentlich hatte Eben die Messe für Soli, Chor, zwei Blockflöten, Gitarre, Schlagzeug und Orgel verfasst. In der Metelener Version aber wird der Gesang der sieben Teenager um den vierer Damen aus dem Kirchenchor ergänzt. Bernhard Dörnhoff spielt Klavier, Ina Hasche Querflöte. Und Nobis´ Bekannter Martin Gewiese reist aus Essen an, um mit seiner Violine mitzuwirken.

Noch bleibt Chor und Ins-trumentalisten eine Woche zur Feinabstimmung. Am 20. März (Samstag) kommt es um 17 Uhr in der Oase zur Aufführung. Einige Monate lang haben sich die Mitwirkenden auf diesen Tag vorbereitet. Und die Generalprobe ist erst zwei Stunden vor Auftrittsbeginn angesetzt. „Das wird gut klappen“, zeigt sich Nobis voller Zuversicht.

Der Dirigent beschreibt die Messe als „rhythmisch prägnant - aber auch mit ein bisschen Kirchenmusik dabei“. Ein zeitgenössisches Werk mit mittelalterlichem Charme. Die Texte seien indes vom Komponisten im Zusammenspiel mit Jugendlichen verfasst worden.

VON KATHARINA FIEGL, OCHTRUP

11 · 03 · 10



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