SPD will abgespeckte Maßnahmen
Metelen - In ihrer letzten Fraktionssitzung vor Einbringung des Etatentwurfs im Rat heute Abend hat die Metelener SPD ihre Prioritäten bei den Sanierungsplänen der Gemeinde gesetzt. „Wir müssen angesichts der Haushaltslage zwischen dem Notwendigen und dem Wünschenswerten unterscheiden“, schreibt die SPD in einem Pressetext. Das sei der Tenor in der Sitzung gewesen.

Was notwendig ist, da stimmten alle Teilnehmer mit dem Ortsvereins-Vorsitzenden Jürgen Schmitter überein. „Die Sporthalle hat oberste Priorität. Angesichts der sehr starken Nutzung durch Schulen, Vereine und Verbände und dem schlechten Zustand der Halle wollen wir, dass noch in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen wird“, wird Schmitter zitiert. Nach Ansicht der SPD sollten die notwendigen Mittel im Finanzplan für 2010 und 2011 vorrangig für diese Maßnahme veranschlagt werden. Hinsichtlich des Umfangs der Sanierung sprach sich die Fraktion laut Pressetext für die sogenannte kleine Lösung nach der Energieeinsparverordnung aus. Die vom Bund geförderte Modellsanierung werde trotz des Zuschusses des Bundes noch 500000 bis 700000 Euro kosten. Das sei laut Ulrich Klisa angesichts der Haushaltssicherung keine Alternative. „Der Energiespareffekt würde sich erst nach 40 bis 50 Jahren rechnen“, sagte er.


Abgespeckt werden sollen nach Meinung der SPD die Maßnahmen am Alten Amtshaus und am Rathaus. Fraktionsvorsitzender Andreas Sievert erläuterte dazu die Ausführungen des Ingenieurbüros Schmiegel und Denne: „Nach den Berechnungen der Fachleute machen aus energetischen Gesichtspunkten weite Teile der Gesamtmaßnahme fürs Rathaus wenig Sinn. Da würde es reichen, zunächst die Heizungsanlage und gegebenenfalls das Dach zu erneuern.“ Auch die Sanierung des Amtshauses soll nach Ansicht der SPD deutlich bescheidener ausfallen. „Hier sollte es darum gehen, die Substanz zu erhalten, und nicht um Luxus. Und die Sporthalle sollte in jedem Fall vorrangig sein“, wird Helene Janning zitiert.

Über Gespräche mit den Bürgerbus- Initiativen in Wettringen und Ochtrup berichteten während der Sitzung Raymond Schlieben und Wolfgang Ransmann. Ihr Fazit: „Eine solche Einrichtung ließe sich auch in Metelen realisieren. Aber nur unter der Voraussetzung, dass die Metelener sie auch nutzen.“


14 · 03 · 10



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