Alles steht und fällt mit der Sporthalle

Erst muss das Konzept für die Sporthalle stehen, dann will der Rat über die anderen Sanierungen entscheiden. Foto:
Erst muss das Konzept für die Sporthalle stehen, dann will der Rat über die anderen Sanierungen entscheiden. Foto:
(lb)


Metelen - Seit Montagabend steckt die Gemeinde wieder in den Zwängen des Haushaltssicherungskonzepts. Der Etat ist beschlossene Sache. Zuvor hatte Bürgermeister Helmut Brüning den Ratsmitgliedern in Sachen Sanierungsmaßnahmen noch einmal ins Gewissen geredet: „Das ist eine große Chance, Metelen fit zu machen. Wir können alle drei Projekte nebeneinander sanieren.“ Es gehe bei der Sanierung des Alten Amtshauses nicht darum, „jemandem ein Denkmal zu setzen“. „Das ist dummes Geschwätz“, so Brüning. Vielmehr biete sich die Möglichkeit, denkmalgeschützte Bausubstanz zu erhalten.

Endgültig entscheiden, wie und vor allem mit welchen Mitteln das Alte Amtshaus, das Rathaus und die Sporthalle saniert werden, will der Rat in seinem nächsten Sitzungslauf, spätestens aber vor den Sommerferien. „Wir sollten erst entscheiden, wenn das Konzept für die Sporthalle steht“, so Brüning. Denn erst dann wird klar werden, in welcher Höhe ein möglicher Kredit auf die Gemeinde zukommt. Informationen dazu erhalten die Fraktionen am 29. März. Dann sind die Architekten zu Gast in einer Sondersitzung.


„Die Fraktionen sind gar nicht ganz so weit auseinander“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Sievert. Für die SPD gilt jedoch die Prämisse, die Kreditaufnahme so gering wie möglich zu halten. „Wir sollten alles daran setzen, auf eine Kreditaufnahme zu verzichten“, sagte Dr. Jürgen Schmitter, Parteivorsitzender der SPD.

Erheblicher Klärungsbedarf besteht laut Reinhard Jockweg (CDU) noch bei den Konzepten für die Sporthalle. „Wir vergleichen da zurzeit Äpfel mit Birnen“, so Jockweg. Im Gegensatz zum Konzept von Karlo Tewes plane das Architektenbüro Haase unter anderem eine dickere Dämmschicht, Wärmepumpen, ein Blockheizkraftwerk und eine Solaranlage ein. „Wie kann es dann sein, dass beide Konzepte zu den gleichen Energie-Einsparungen kommen?“, fragte Jockweg.

Bürgermeister Brüning erinnerte daran, dass für die Sporthalle keine Doppelförderung möglich sei. Mittel des Bundes können für die Halle nur eingeholt werden, wenn sie modellhaft nach dem Haase-Konzept saniert wird. Zudem sind diese dann nicht mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II zu kombinieren. Deshalb käme für UWG und SPD die Durchführung des Konzepts von Karlo Tewes ganz recht, denn beide Fraktionen wünschen sich einen Einsatz der Konjunkturpaket-II-Mittel für die Sporthalle. Das wurde während der Ratssitzung am Montag deutlich.

VON LINDA BRAUNSCHWEIG, OCHTRUP / METELEN

16 · 03 · 10



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