SPD sucht neue Schulform


Zur „Sicherung und Weiterentwicklung“ der Droste-Hülshoff-Schule hat sich die SPD Gedanken gemacht.Foto:
Zur „Sicherung und Weiterentwicklung“ der Droste-Hülshoff-Schule hat sich die SPD Gedanken gemacht.Foto:
(Archiv)


Metelen - Die SPD Metelen hat sich Gedanken über die Zukunft der Droste-Hülshoff-Schule gemacht. In einem mehrteiligen Antrag legen die Sozialdemokraten ein Konzept zur „Sicherung und Weiterentwicklung“ der Schule vor. Dieses hat die Partei am Donnerstag bei Bürgermeister Helmut Brüning eingereicht. Es soll nach Wunsch der SPD in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderats beraten werden.

„Wir können in Metelen nicht länger abwarten, sondern müssen unverzüglich planen und handeln, um unsere Hauptschule zu erhalten und weiterzuentwickeln“, wird Andreas Sievert, Vorsitzender der SPD-Fraktion, in einer Pressemitteilung der Partei zitiert.


In ihrem Antrag fordert die SPD die Bildung eines Arbeitskreises. Dieser soll bereits im Oktober zusammengestellt werden. Aufgabe des Arbeitskreises soll laut SPD sein, ein Konzept zu entwickeln, „das spätestens zum Schuljahr 2012/13 ermöglicht, die DHS in Metelen als eine Schule der Sekundarstufe I mit allen Abschlüssen und möglichst allen Bildungsgängen weiterzuführen“. Das würde bedeuten, dass an der DHS vom Haupt- über den Realschulabschluss bis hin zum Abitur alle Abschlüsse möglich wären. Der Arbeitskreis soll mindestens einmal im Monat zusammen kommen. Erste Ergebnisse wünscht sich die SPD bereits zu Ostern. Dann soll der Gemeinderat die ausgearbeiteten Ideen per Beschluss auf den Weg bringen.

Der Arbeitskreis soll sich laut SPD aus Bürgermeister Helmut Brüning, Vertretern aller Parteien, Claudia Poplutz (Leiterin der Droste-Hülshoff-Schule), Gregor Hinkelammert (Leiter der St.-Vitus-Schule) sowie Vertretern von Eltern und Schülern der DHS, der Kirchen, der Familienzentren, der Schulaufsicht und des Jugendamtes des Kreises Steinfurt zusammen setzen.

„Diese Aufgabe muss überparteilich und möglichst einvernehmlich mit allen gesellschaftlichen Gruppen wie den Kirchen, den Vertretern der Eltern, aber auch mit der Schulaufsicht und dem Jugendamt angepackt werden, denn es ist im Interesse aller Eltern und ihrer betroffenen Kinder, eine weiterführende Schule im Ort zu haben, in der sie - wie in der Grundschule - gemeinsam, ohne Bustransport und erfolgreich weiterlernen können“, so Dr. Jürgen Schmitter, Kreistagsabgeordneter und Ratsmitglied für die SPD. Der Arbeitskreis könnte prüfen, „wie weit der Plan der Profilschule Ascheberg auf die Situation in Metelen übertragen werden kann“, heißt es im Antrag der SPD. In Ascheberg war aufgrund sinkender Schülerzahlen an Haupt- und Realschule ein Konzept für eine gemeinsame Schule für alle Schüler nach der vierten Klasse gesucht worden, das mehrere Abschlüsse an der selben Schule ermöglichte. Derzeit wartet die Kommune auf die Genehmigung ihres Antrags beim Ministerium.

Angesichts zurückgehender Schülerzahlen und einer bevorstehenden Novellierung des Schulgesetzes auf Landesebene sehen die Sozialdemokraten sofortigen Handlungsbedarf. Schon jetzt seien die Gesetzentwürfe zur Wiederherstellung des Elternwillens beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule im Landtag eingebracht. Die Verbindlichkeit des problematischen Grundschulgutachtens werde aufgegeben.

Die Metelener Partei ist davon überzeugt, „viele Eltern dafür gewinnen zu können, dass ihre Kinder in der DHS gemeinsam erfolgreich weiterlernen und am Ende der Klasse 10 in zentralen Anschlussprüfungen die entsprechenden Abschlüsse und Berechtigungen erhalten“.

„Denn klar ist auch“, so Schmitter, „dass in dieser ,Sekundarschule der Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialbildungsgang in inte­grierter Form erhalten bleiben.“ In dieser Schule stünden den Jugendlichen nach Abschluss der Klasse 10 alle Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung offen: von der beruflichen Ausbildung im Betrieb bis zum Abitur, sowohl im Berufskolleg wie in der gymnasialen Oberstufe.

Die bestehende Droste-Hülshoff-Schule biete gute Voraussetzungen für diese Weiterentwicklung; von der Ganztagsform über die Langzeitpraktika im Betrieb bis zur Unterstützung durch das sozialpädagogische Personal. Wenn alle mitarbeiten, kann es gelingen, die weiterführende Schule in Metelen zu erhalten.“

VON LINDA BRAUNSCHWEIG, OCHTRUP / METELEN


19 · 08 · 10





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