Trend geht zum Bürgerbus


Wolfgang Ransmann, Andreas Sievert und Raymond Schlieben (v.l.) präsentierten am Donnerstag die Ergebnisse der Bürgerbus-Umfrage.
Wolfgang Ransmann, Andreas Sievert und Raymond Schlieben (v.l.) präsentierten am Donnerstag die Ergebnisse der Bürgerbus-Umfrage.


Metelen - „Die Zahlen beweisen, dass die Metelener Interesse an einem Bürgerbus haben.“ Sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Haushaltsbefragung zum Thema Bürgerbus zeigten sich jetzt die beiden Initiatoren Wolfgang Ransmann und Raymond Schlieben. Gemeinsam mit Dr. Thomas Schwarze von der Universität Münster hatten sie einen Fragebogen entwickelt, der an alle Haushalte in Metelen verschickt wurde. Das Ergebnis des Rücklaufs stellten SPD-Ratsherr Wolfgang Ransmann und Raymond Schlieben gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Metelener SPD-Fraktion, Andreas Sievert, am Donnerstag der Öffentlichkeit vor.

„Von den 600 zurückgegebenen Fragebögen“, so Wolfgang Ransmann, befürworten 82 Prozent die Einrichtung eines Bürgerbusses. Als sehr positives Signal wertete er in diesem Zusammenhang, dass sich 73 Bürger vorstellen könnten, in einem Verein für den Bürgerbus mitzuarbeiten. 26 Personen wären bereit, als Fahrer einzuspringen. „Das ist auch im Vergleich mit anderen uns bekannten Orten ein sehr guter Wert und verdeutlicht, dass ehrenamtliches Engagement in Metelen groß geschrieben wird“, erläutert Wolfgang Ransmann.


Ein differenziertes Bild ergab die Abfrage gewünschter Streckenführungen. Die meisten Stimmen erhielt die Stecke von Metelen nach Och­trup an Sonn- und Feiertagen. 38,6 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sprachen sich für diese Option aus. Es folgte mit geringem Abstand (36,9 Prozent) die Route vom St. Ida-Haus über den Busbahnhof zum Anschluss an die Schnellbuslinie in Schöppingen. Dagegen wurde die Alternative Busbahnhof - St. IdaHaus - Welbergener Damm - Wettringen mit 19,3 Prozent weniger präferiert.

Gefragt nach dem favorisierten Ziel außerhalb von Metelen nannten 22,7 Prozent Ahaus, und 22,3 Prozent sprachen sich für Rheine aus. In den Anmerkungen tauchte am häufigsten der Wunsch nach einer Anbindung an ein Schwimmbad auf. In diesem Zusammenhang führte Andreas Sievert einen Vorschlag an: Der Bürgerbus könnte mit dem von der UWG in den Haushaltsberatungen beantragten Bäderbus kombiniert werden.

Raymond Schlieben machte deutlich, dass die beiden Initiatoren hinsichtlich des weiteren Fortlaufes des Projektes schon konkrete Pläne haben. „Wir werden weiterhin im Arbeitskreis zum Bürgerbus des Kreises Steinfurt mitarbeiten. Auch besteht ein guter Kontakt zu den Initiativen in Ochtrup und Wet­tringen. Im Herbst diesen Jahres wollen wir zu einer Bürgerversammlung einladen und dort das Konzept noch einmal vorstellen. Einhergehen soll diese Veranstaltung mit der Gründung eines Vereins, in dem dann die ehrenamtliche Arbeit organisiert wird. Letztlich hängt alles vom Willen und Engagement der Bürger ab.“

Aus Sicht von Andreas Sievert hat sich die Arbeit aber schon jetzt gelohnt. „Die Ergebnisse der Befragung zeigen uns, wo Bedarf für eine bessere Anbindung besteht.“ Ein Teil der geäußerten Wünsche lasse sich gegebenenfalls auch durch andere Lösungen erfüllen. „So sollten wir das Angebot des Ruftaxis noch verbessern und mehr über die Möglichkeiten informieren.“

Raymond Schlieben und Wolfgang Ransmann verwiesen zudem auf Möglichkeit, hinsichtlich des Bürgerbusses mit der Initiative in Ochtrup zu kooperieren.



20 · 08 · 10





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