Leerstand hat ein Ende


Es gibt noch viel zu tun, bis der Markt am 1. September seine Türen öffnet.
Es gibt noch viel zu tun, bis der Markt am 1. September seine Türen öffnet.


Metelen - In etwa zwei Wochen hat die Gemeinde 870 Quadratmeter Leerstand weniger. Dann öffnet im ehemaligen K+K-Markt am Vitustor ein Schnäppchenmarkt. Mehr als fünf Jahre ist es her, dass im Erdgeschoss des 1990 errichteten Hauses Leben herrschte. Seit der K+K-Markt im Jahr 2005 an die Ladestraße wechselte, blieben die Türen des Klinkerbaus geschlossen. Der Metelener Investor Thomas Fischer kaufte das Gebäude samt der Wohneinheiten im Obergeschoss im Dezember 2009. Seitdem suchte er nach einer Lösung für die Fläche.

Ursprünglich hatte Fischer geplant, ein Shop-in-shop-Konzept zu verwirklichen (wir berichteten). Noch im Mai hatte sich der Metelener zuversichtlich gezeigt, dass er dort Gewerbetreibende verschiedener Branchen wie Metzger, Optiker und Apotheker gemeinsam unterbringen könnte. Das ist nun Geschichte. „Es mangelte an Unterschriften“, sagt Fischer kurz und bündig.


Im Juli ging dann aber doch alles ruck, zuck: Felix Bettmer und Uwe Mörchen bekundeten Interesse an dem 620-Quadratmeter-Verkaufsraum sowie den Nebenräumen und den 50 von der Straße Düwelshook zu erreichenden Parkplätzen hinter dem Gebäude. „Und sie kamen gleich mit dem Stift in der Hand“, macht Fischer deutlich, wie schnell die Entscheidung fiel. Die beiden Ascheberger Geschäftsführer eröffnen in Metelen die achte Filiale ihres Schnäppchenmarktes. Sie wollen künftig unter anderem Textilien, Drogeriebedarf, Geschenk- und Dekoartikel sowie ein jahreszeitliches Blumensortiment anbieten. „Es gibt hier noch keine Konkurrenz“, begründet Bettmer, warum es ihn und Mörchen nach Metelen zieht. „Der nächste Sonderposten-Markt ist in Schöppingen.“

Der Gemeinde werde der Markt „ganz gut zu Gesicht stehen“, meint Bettmer. „Die Fachmärkte ziehen sich ja immer weiter zurück. Und niemand hat Lust, für einen Eimer Farbe in den nächsten Ort zu fahren“, macht der Ascheberger Werbung für das Konzept des Marktes, das auf einem „ausgesprochen umfangreichen“ Sortiment beruhe. Seit 1993 führen er und Mörchen die Schnäppchenmärkte.

Einige Paletten mit Ware sind bereits in dem großen Verkaufsraum eingetroffen. Jetzt gilt es, Regale zu montieren und Angebotsflächen zu schaffen. Die Grundrenovierung hat zuvor Thomas Fischer koordiniert. Nach einem halben Jahrzehnt Leerstand waren neben einigen Eimern Farbe auch eine Instandsetzung und Überarbeitung von Heizungs- und Lüftungsanlagen notwendig.

Neben zwei Vollzeit- sollen sich künftig auch zehn 400-Euro-Kräfte um die Ware und den Verkauf kümmern.

VON LINDA BRAUNSCHWEIG, OCHTRUP / METELEN


23 · 08 · 10





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