Süße Träume im neuen Anbau


Die Bettchen sind gemacht: Im neuen Ruheraum des Kindergartens St. Josef sollen die Steppkes unter drei Jahren in der Mittagszeit schlummern. Fotos:
Die Bettchen sind gemacht: Im neuen Ruheraum des Kindergartens St. Josef sollen die Steppkes unter drei Jahren in der Mittagszeit schlummern. Fotos:
(Linda Braunschweig)


Metelen - Der heilige Josef hat seinen neuen Platz schon gefunden: In einer Wandnische, die früher als Tür in das Büro von Kindergarten-Leiterin Hildegard Floren führte, steht die Holzfigur aus dem St.-Sophien-Haus und wacht über das, was im Eingangsbereich der St.-Josef-Kindertagesstätte so passiert. Dort wird es jetzt täglich lebendiger. Seit dem 9. August hat der Kindergarten wieder geöffnet, und etwa 80 Prozent seiner kleinen Schützlinge sind bereits zurückgekehrt. Der neue Ruheraum ist derzeit aber noch nicht so stark frequentiert. Drei kleine Matratzen liegen auf dem roten Kunststoffboden bereit. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres werden es zwölf sein. Dann halten die Steppkes aus der U3-Betreuung dort ihre Mittagsruhe.

Seit Kurzem ist der 70 Quadratmeter große Anbau fertig gestellt. Die Nische, in der der heilige Josef nun steht, ist erst in der Sommerpause entstanden. In den vergangenen Wochen haben die Handwerker den Durchbruch zum Anbau erledigt, das ehemalige Büro ist nun ein Abstellraum, unter anderem für Kinderwagen. In den Sanitärbereichen hat sich ebenfalls einiges getan. Neue Waschbecken und Wickeltische haben Einzug gehalten. Letztere können die Kinder selbst erklimmen. Vier mit einer Tür gesicherte Stufen führen auf den Tisch. So helfen die Erzieherinnen den Wickelkindern hoch und müssen sie nicht jedes Mal heben - eine Idee, um die Rücken der Mitarbeiterinnen zu schonen, denn die Zahl der zu wickelnden Kinder ist mit der U3-Betreuung gestiegen. Im an den Eingangsbereich angegliederten Sanitärraum wurde eine Toilette behindertengerecht eingerichtet.


Gleich daneben führt ein Flur in den Neubau. Zartgelb und Weiß an den Wänden sorgen für eine freundliche Atmosphäre. Im Ruheraum lassen große Fenster viel Licht herein, zum Schlafen werden sie per Knopfdruck verdunkelt. Der Raum kann durch eine mobile Wand getrennt werden. So ist auch mal Platz für Kleingruppenarbeit. „Kindernest“ und „Traumland“ steht an den beiden Türen. Gleich nebenan, in der Schlemmerecke, essen die Kleinen zu Mittag. An der Front des Neubaus liegt das helle, neue Büro von Hildegard Floren.

„Durch die Holzständerbauweise ist der Anbau bestens gedämmt, weil die gesamte tragende Struktur des Hauses aus Dämmung besteht“, erklärt Silke Beverunge vom Architekturbüro Schröder in Wettringen, das die Arbeiten begleitete.

Durch den Anbau haben das St.-Josef-Team und seine Schützlinge mehr Platz. „Zuvor schliefen die Kinder in der Turnhalle oder in den Nebenräumen der jeweiligen Gruppen“, sagt Floren. Diese Flächen können nun wieder für ihre früheren Zwecke genutzt werden. Der Anbau war im Zuge der vom Land geforderten U3-Betreuung notwendig geworden. Es trägt 90 Prozent der Kosten in Höhe von 240000 Euro. Die übrigen zehn Prozent teilen sich die Gemeinde Metelen und die Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus, die Träger des Kindergartens ist.

» Mit einem Tag der offenen Tür wird der neue Anbau am 26. September (Sonntag) eingeweiht. Von 15 bis 17.30 Uhr können sich Interessierte dann ein Bild von den neuen Räumen machen. Die Einweihung beginnt bereits um 14.30 Uhr.

VON LINDA BRAUNSCHWEIG, OCHTRUP / METELEN


24 · 08 · 10





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