Rettungskräfte rund um die Uhr im Einsatz


Schippen gegen das Wasser: 15000 Sandsäcke verarbeiteten die Helfer gestern. Einen Teil davon mussten sie selbst befüllen. Foto:
Schippen gegen das Wasser: 15000 Sandsäcke verarbeiteten die Helfer gestern. Einen Teil davon mussten sie selbst befüllen. Foto:
(Mareike Katerkamp)


Metelen - Einsatzwagen reiht sich an der Vechtestraße an Einsatzwagen, die Durchfahrt ist für alle, die nicht zu den Rettungskräften gehören, versperrt. An der Brücke über der Vechte stehen Feuerwehrmänner und Anwohner gleichermaßen hilflos und blicken in den Fluss, der sich zum reißenden Strom angefüllt hat.

An der Absperrung vor der Brücke steht Norbert Köster von der Feuerwehr aus Oelde. „Das Wasser steigt permanent, momentan haben wir kaum Handhabe - es ist zu befürchten, dass der Fluss sich über die Brücke staut“, beschreibt der Zugführer des sechsten Zugs aus dem Regierungsbezirk Münster die Notlage. „Wenn etwas hilft, dann ein massiver Einsatz um Sandsäcken, deren Vorrat ist aber größtenteils aufgebraucht, viele wurden beim Klärwerk verwendet“, so Köster. Er wartet auf den Einsatzleiter, um das weitere Vorgehen zu besprechen.


In der Rettungswache der Metelener Feuerwehr um halb eins: Eine große Gruppe von Helfern des DLRG trifft ein und wird mit Getränken und Grillgut versorgt. „Wir kommen aus Ibbenbüren und sind seit 2.45 Uhr im Einsatz. Um 1.15 Uhr kam bereits die erste Meldung“, berichtet DLRG-Helfer Manfred Raschke von den Anstrengungen gegen das Hochwasser. Für ihn und seine Kollegen ist es die erste Pause seit fast zehn Stunden.

In der Einsatzzentrale herrscht rege Betriebsamkeit. „Die Kollegen sind seit gestern Mittag im Dauereinsatz, in den Morgenstunden gab es erste Pausen“, heißt es aus dem Büro des Wehrführers. Das Telefon geht in einer Tour, Anwohner wollen ihre Keller leer pumpen lassen. „15 Zentimeter hoch steht das bei uns“, sagt ein Metelener, der persönlich erschienen ist. Die Probleme der Feuerwehrleute liegen aber woanders. „Wir haben drei Einsatzgebiete. Im Industriegebiet werden Sandsäcke befüllt, an der Vechtestraße versuchen wir, das Wasser abzupumpen und einzudeichen, seit kurzem ist das auch am St.-Sofien-Haus der Fall“, listen die Verantwortlichen auf. Um der Lage Herr zu werden, setzt die Rettungswache die Abteilungen aus den verschiedenen Städten ein - rund um die Uhr.



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