Metelen - „Land unter“ hieß es noch vor einem Tag in vielen Teilen von Metelen. Nach dem Übertritt der Vechte in der Nacht zum Freitag hatten die Einsatzkräfte von der Feuerwehr und dem DLRG keine freie Minute. Doch bereits am Samstagmorgen ist in der Mimik von Ansgar Stening, Einsatzleiter der Feuerwehr aus Metelen, Erleichterung zu erkennen. „Wir hatten eine erholsame Nacht“, so Stening. Und das nicht nur, weil die befürchteten Regenschauer größtenteils ausgeblieben sind, sondern auch, weil Einsatzkräfte aus Detmold und Bielefeld den Feuerwehrmännern aus Metelen ein paar Stunden Schlaf bescherten. Für zwölf Stunden übernahmen sie Freitagnacht den Dienst der heimischen Wehr. Doch ab acht Uhr am Samstagmorgen müssen dann wieder die Männer aus Metelen ran. Die Vechte ist um etwa zwei Meter zurück in ihr Bett gegangen und die Aufräumaktionen können beginnen. Letzte Bäume werden beseitigt und noch einige Keller ausgepumpt.
Doch die meisten Einsatzkräfte sind mit etwas anderem beschäftigt: Sie beginnen mit dem Rückbau der gelegten Sandsäcke. Von den 15000 verarbeiteten Säcken sind am vergangenen Tag auch 5000 Stück nach Ochtrup gegangen. Stening: „Die Säcke können problemlos wieder verwendet werden. Aber ich hoffe natürlich, dass wir sie nie mehr brauchen.“