Metelen - Mit 200 Kräften waren Feuerwehr, DLRG, Malteser und DRK am Wochenende im Einsatz, um den Fluten der Vechte Herr zu werden. Im Akkord schleppten sie Sandsäcke und errichteten Dämme. Manche gingen dabei bis an ihre Grenzen - ein Feuerwehrmann erlitt einen Schwächeanfall, ein anderer verletzte sich an der Hand. Aber durch diesen Einsatz haben die Helfer es geschafft: Die Dämme hielten, der Ortskern blieb verschont.
Was zurückbleibt, sind tausende Sandsäcke - und einige Kosten. Denn der Einsatz der Helfer muss bezahlt werden. Den größten Teil übernimmt der Kreis Steinfurt. Weil eine „Großschadenslage“ bestand, sei die Kostensituation klar geregelt, erklärte gestern Bürgermeister Helmut Brüning. Er hatte sich seit Donnerstag mehrfach ein Bild vor Ort gemacht und ist überzeugt: „Die Feuerwehr hat hervorragende Arbeit geleistet. Zwar gab es viel Unterstützung von der Bezirksregierung und vom Kreis, aber die Arbeit musste vor Ort gemacht werden.“ Das ruhige und sachliche Wirken der Helfer lobte der Bürgermeister ebenso wie das Verhalten der Metelener. „Wenn eine ganze Siedlung davon bedroht ist, unterzugehen, dann muss der einzelne Keller eben hinten anstehen“, so Brüning. Der Verwaltungschef war ebenfalls von dem Starkregen betroffen und musste seinen Keller vom Wasser befreien. Wie viele andere griff er dazu selbst zur Pumpe.