Ein Jahr Dienst am Nächsten

Lena Nacke macht es im St.-Ida-Haus


Lena Nacke inmitten von Bewohnern des St.-Ida-Hauses: Die Gestaltung von Kreativnachmittagen gehört zu ihrem Aufgabenspektrum als FSJlerin.Foto:
Lena Nacke inmitten von Bewohnern des St.-Ida-Hauses: Die Gestaltung von Kreativnachmittagen gehört zu ihrem Aufgabenspektrum als FSJlerin.Foto:
(rs)


Metelen - Sich für ein Jahr in den Dienst am Nächsten stellen und dabei selbst viel für die eigene Persönlichkeitsentwicklung tun - Lena Nacke hat's getan. Seit September vergangenen Jahres absolviert die 18-jährige Och­truperin ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) im St.-Ida-Haus. Nicht nur für die junge Frau ist es eine neue Erfahrung, sondern auch für die Mitarbeiter und die Bewohner der Altenpflegeeinrichtung. „Wir hatten schon einmal einen Jahrespraktikanten von der Saxion Hogeschool Enschede, aber noch nie eine FSJlerin“, sagt Mitarbeiterin Rabea Tietmeyer. Sie freut sich über das Engagement der 18-jährigen und hofft, dass andere ihrem Beispiel folgen.

Lena Nacke ist im Ida-Haus im Sozialen Dienst eingesetzt. Als sie die Wirtschaftsschule in Steinfurt beendete hatte, tat sich für sie die Frage auf, wie es beruflich weitergeht. „Da ich noch keine konkreten Vorstellungen hatte, entschloss ich mich, zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen“, berichtet die Och­truperin. Von der Möglichkeit dazu hatte sie von Bekannten gehört. Nachdem sie zunächst in ihrer Heimatstadt beim dortigen Carl-Sonnenschein-Haus angefragt hatte und dort kein Bedarf vorhanden war, konnte sie kurzfristig im ebenfalls von der Domus Caritas gGmbH geführten St.-Ida-Haus in Metelen anfangen.


Inzwischen hat sie sich dort längst etabliert. Mehr noch: „Die Bewohner bringen mir viel Sympathie entgegen“, freut sich Lena. Als Praktikantin im sozialen Dienst ist sie ein bisschen wie das „Mädchen für alles“: Vom Essen anreichen bis zur Gestaltung eines Kreativnachmittags - Alltagsbegleitung und -betreuung gehört zu ihrem Tätigkeitsfeld.

„Lena ist mit ihren Aufgaben gewachsen“, hat Nicole Boest festgestellt. Neben Rabea Tietmeyer ist sie erste Ansprechpartnerin für die Ochtruperin, wenn es um Fragen zu ihrer Tätigkeit geht. Aber auch Lena selbst hat Veränderungen an sich festgestellt: „Ich bin viel offener und selbstbewusster geworden“, sagt sie - und erntet prompt zustimmendes Nicken.

Ende August wird die junge Ochtruperin ihren sozialen Dienst im Ida-Haus beendet haben. Was sie danach beruflich machen will, steht noch nicht fest. Dass es ein sozialer Beruf werden wird, ist allerdings zumindest nicht unwahrscheinlicher geworden.



VON RALPH SCHIPPERS, OCHTRUP


30 · 01 · 12





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