Westerkappeln/Mettingen - 17 Preise in acht Jahren. Nein es geht nicht um den FC Bayern oder George Clooney, sondern um die AG Natur des Kardinal-von-Galen Gymnasiums Mettingen und ihren Leiter Friedhelm Scheel aus Westerkappeln. Just ist wieder eine Auszeichnung dazugekommen, die die AG auf der „Insel der Reichen und Schönen“ einheimste.
Schon lange Jahre setzen sich die Schülerinnen und Schüler für den Umweltschutz ein. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Aktuell darf sich die AG über die Verleihung des C.P. Hansen-Preises der Insel Sylt freuen. Diesen sicherten sich die AG Mitglieder Silja Bartels (16) und Anna Pillar (16) mit einem selbst gebauten Mobile zum Thema „Typisch Sylt! Tüüpisk Söl?“.
Seit 2007 veranstaltet die AG Natur jährlich ein Naturschutzcamp auf Nordfriesischen Inseln, mehrmals war sie schon auf Sylt. „Deswegen bin ich auch auf die Preisausschreibung aufmerksam geworden“, berichtet Stephan Jaroschek. Der Westerkappelner Schüler ist erster Sprecher der AG. „Die Ausschreibung richtete sich zwar eigentlich nur an Sylter Jugendliche“, erläutert Anna Pillar, „aber uns gefiel das Thema und dann haben wir uns einfach mal beworben.“
Dass gerade die beiden Mädchen für den Preis verantwortlich sind, ist laut Friedhelm Scheel ihrem Engagement zu verdanken. „Als es hieß, dass unsere AG teilnimmt, habe ich nur in die Runde gefragt, wer das machen will und Silja und Anna haben sich sofort gemeldet“, erzählt der AG-Leiter.
Dabei habe der Wettbewerb gar nicht direkt etwas mit Naturschutz zu tun. Bei dem Preis zu Ehren des Sylter Chronisten Christian Peter Hansen gehe es auch um Landschaften und Traditionen. „Und um die Sylter Kultur im Allgemeinen“, fügt Silja Bartels hinzu.
Kurzerhand überlegten sich die Mädchen ein Mobile zu basteln. Damit fing die eigentliche Arbeit jedoch erst an. Aus gut 1000 selbst geschossenen Fotos vom letzten Naturschutzcamp auf Sylt mussten die beiden genau 16 auswählen. Darüber hinaus galt es, auf der Rückseite der Fotos zu beschreiben, warum gerade dieses Foto etwas Typisches der Insel Sylt ausdrücke.
Dabei wählten Bartels und Pillar oft auch symbolhafte Fotos aus, um dies auf der Rückseite kreativ zu erklären. „Das war zwar viel Arbeit“, gibt Pillar zu, „hat aber auf jeden Fall auch Spaß gemacht.“
Friedhelm Scheel ist ganz begeistert von der Arbeit seiner Schützlinge. „Die beiden haben alles in Eigenregie erledigt. Das ist schon außergewöhnlich“, zeigt er sich stolz. Er glaube aber, „dass diese Auszeichnung auch eine Würdigung unseres Naturschutzengagements der letzten beiden Jahre auf der Insel Sylt ist.“
In jedem Fall bekam das Mobile, nachdem es aufwendig verpackt per Post auf Sylt angekommen war, einen Sonderpreis, denn „eigentlich durften wir ja gar nicht teilnehmen“, sagt Jaroschek. „Aber dass gerade wir Schüler vom Festland, mitten aus Westfalen uns so stark mit Sylt beschäftigt haben, hat das Kuratorium begeistert.“ Ein kleines Preisgeld habe es daher auch gegeben und das komme wiederum dem aktiven Naturschutz zugute.
Bei der Perspektive ist also damit zu rechnen, dass der nächste Preis nicht lange auf sich warten lässt.