Gestalttherapeutin referiert vor dem Frauenbund

Wer auf sich acht gibt, dem geht es besser


Zeigte Möglichkeiten auf, den Kreislauf von Stress und Unruhe im Alltag zu durchbrechen: Dr. Jutta. Bickmann.
Zeigte Möglichkeiten auf, den Kreislauf von Stress und Unruhe im Alltag zu durchbrechen: Dr. Jutta. Bickmann.


Ochtrup - „Achtsamkeit“ - unter diesem Thema stand das jüngste Treffen des katholischen Frauenbundes im Clemens-August-Heim. Die Referentin, Dr. Jutta Bickmann, ist ausgebildete Gestalttherapeutin. Und in der Gestalttherapie spielt die Achtsamkeit eine große Rolle.

Achtsamkeit, so machte Jutta Bickmann deutlich, stehe für achtsam sein oder auch mit etwas besonders vorsichtig sein. Diese Begriffe würden vielfach eher mit Gegenständen von besonderem Wert, zum Beispiel einer kostbaren Glasschale, assoziiert. In ihrem Vortrag bezog die Referentin den Begriff Achtsamkeit allerdings auf den Menschen. In einer von Stress und Hektik geprägten Welt missachte der Einzelne oft Warnzeichen des Körpers. Schon im Kindesalter hätten viele weniger gelernt, die Gefühle wahrzunehmen als vielmehr zu funktionieren, so Bickmann. „Die Folge davon ist, dass ich nicht bemerke, was mit mir wirklich passiert. Achtsam mit sich umzugehen bedeutet, das Gute sowie das Negative wahrzunehmen und zu verarbeiten“, wird die Referentin in einem Pressetext des Frauenbundes zitiert.


Dazu machte Bickmann mit den Zuhörerinnen Wahrnehmungsübungen zum Atmen, zum Hören und zum Schauen. Diese Übungen seien eine hervorragende Möglichkeit, den Kreislauf von Stress und Unruhe zu unterbrechen, indem man die Gedanken dabei abschaltet. Dabei sei oberste Priorität, sich selbst freundlich wahrzunehmen - auch wenn mal eine Übung nicht klappt und die innere Unruhe sich nicht abstellen lassen will. Diese Übungen können problemlos in den Alltag eingebaut werden. Anhand einer weiteren Übung zeigte Bickmann, wie sich auch anderen Personen gegenüber Achtsamkeit zeigen lässt.

Für viele der Teilnehmerinnen sei der Nachmittag eine ganz neue Erfahrung gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter. Nicht wenige hätten den Entschluss gefasst, künftig achtsamer mit sich umzugehen.



30 · 01 · 12





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