Ochtrup - Wie kann die Innenstadt vom EOC profitieren? Was braucht sie, damit Outlet-Besucher auch dorthin kommen? Antworten auf diese und viele andere Fragen soll ein neues Einzelhandelsgutachten bringen. Das hat die Stadt jetzt bei dem Dortmunder Planungsbüro Stadt und Handel in Auftrag gegeben - allerdings nicht ganz freiwillig. Die Bezirksregierung hatte darauf gedrängt. Ohne ein solches Konzept, so das eindeutige Signal aus Münster, hätte Ochtrup die Hoffnung auf Fördermittel für die Stadtentwicklung gleich begraben können (unsere Zeitung berichtete).
Die Zeit für das Gutachten drängt. Entsprechend eng gesteckt ist der Ablaufplan, den Marc Föhrer, Mitinhaber des Planungsbüros, zusammen mit der Stadtverwaltung aufgestellt hat. Da passt es gut, dass Ochtrup für den Diplom-Ingenieur kein Neuland ist. Er hat bereits im Zuge des EOC-Erweiterungsverfahrens 2006 ein Gutachten erstellt - damals noch für seinen ehemaligen Arbeitgeber, das Büro Junker und Kruse. „Daher gibt es fast keine Kommune im Münsterland, die ich nicht kenne“, erklärte Föhrer bei einem Pressegespräch im Rathaus. Und Bürgermeister Kai Hutzenlaub fügte hinzu: „Für uns ist es wichtig, jemanden zu haben, der die Prozesse kennt und ein Gefühl für die Situation hat.“