Einbahnstraßen-Regelung als Test

FWO nehmen Berg- und Bültstraße ins Visier


Sorgenkind Bültstraße: Fußgänger und Radfahrer fühlen sich laut einer Bestandsanalyse hier nicht gut aufgehoben. Die Freien Wähler wollen dagegen vorgehen.Foto:
Sorgenkind Bültstraße: Fußgänger und Radfahrer fühlen sich laut einer Bestandsanalyse hier nicht gut aufgehoben. Die Freien Wähler wollen dagegen vorgehen.Foto:
(Katharina Fiegl)


Ochtrup - Die eine ist quasi eine Einbahnstraße - und soll es nicht sein. Die anderen beiden werden in zwei Richtungen benutzt - und könnten womöglich genauso gut nur in die eine führen. Die Freien Wähler Ochtrup (FWO) möchten im Bereich der Weiner- sowie der Berg- und der Bültstraße neue Wege aufzeigen und damit Verkehrs- und Fußgängerströme umorganisieren. Das geht aus einem Antrag hervor, der dem Tageblatt vorliegt.

Kaum ein Passant steuert die Fußgängerzone vom Norden aus an - also aus Richtung des Übergangs von der Berg- in die Bültstraße. Letztere sind nämlich geprägt von einem breiten Fahr- und einem schlanken Fußgängerbereich. Diese Straßenraumgestaltung schrecke Fußgänger wie auch Radfahrer ab, heißt es hierzu in der Bestandsanalyse des Stadtentwicklungskonzepts. Was unter anderem auch deswegen ungünstig ist, weil der Lambertikirchplatz gemäß eben jenem Konzept künftig verstärkt in den öffentlichen Fokus rutschen soll.


Die FWO nehmen sich dieser Problematik nun in ihrem Antrag an - und fordern die Verwaltung auf, Selbiges zu tun. Sie soll mögliche Ausbauvarianten für die Berg- und Bültstraße erarbeiten: zum einen mit einer Verkehrsführung in beide Richtungen, zum anderen nur in Richtung EOC - jeweilig behindertengerecht, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern sowie Parktaschen, Pflanz- und Aufenthaltsbereichen. Die Einbahnstraßenvariante möchten die FWO vier Wochen testen lassen. Gleichzeitig würde dann die Hospitalstraße - in Richtung Parkstraße - in eine Einbahnstraße umfunktioniert. Außerdem soll die Verwaltung laut dem Antrag Pläne zur Zukunft des Lambertikirchplatzes schmieden und sich darum bemühen, dass die Baulücken an der Bült­straße gestopft werden.

VON KATHARINA FIEGL, OCHTRUP


21 · 02 · 12





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