Sparkommission legt Ergebnisse vor

Der Spielraum ist eng, aber nicht ausgeschöpft


Bei einem Haushaltsdefizit von mehr als drei Millionen Euro ist das Gebot der Stunde klar: Die Stadt muss sparen. Eine Kommission aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung macht dazu einige Vorschläge. Foto:
Bei einem Haushaltsdefizit von mehr als drei Millionen Euro ist das Gebot der Stunde klar: Die Stadt muss sparen. Eine Kommission aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung macht dazu einige Vorschläge. Foto:
(Pixelio)


Ochtrup - Bei einem Loch von mehr als drei Millionen Euro im städtischen Haushalt ist das Gebot der Stunde klar: sparen, sparen, sparen. Der Spielraum dafür ist zwar eng, weil Ochtrup als Kommune im Nothaushalt ohnehin nur für das Geld ausgeben darf, wozu sie gesetzlich verpflichtet ist. Dennoch: Vor einiger Zeit hat sich eine Sparkommission gegründet, die alle Leistungen und Ausgaben der Stadt - sowohl die freiwilligen als auch die Pflichtaufgaben - auf den Prüfstand stellt.

Zu dem Gremium gehören als Vertreter der Verwaltung Bürgermeister Kai Hutzenlaub, die Erste Beigeordnete Birgit Stening und Kämmerer Roland Frenkert. Für die Ratsfraktionen arbeiten Ludger Gaupels (CDU), Matthias Dankbar (SPD), Claudia Fremann (FWO), Hermann Holtmann (FDP) und Werner Füll (Grüne) darin mit. Auf Vorschlag der CDU ist zudem Eberhard Kanski, Vorstandsmitglied des Bundes der Steuerzahler, dabei. Sieben Mal hat die Kommission im vergangenen Jahr getagt. Zu den zurzeit laufenden Haushaltsberatungen hat sie nun erste Ergebnisse vorgelegt.


Ob beim Winterdienst, bei der Arbeit der Ratsausschüsse, der Vermarktung öffentlicher Grünflächen oder bei der Schülerbeförderung - hier sowie in einigen anderen Bereichen sieht die Kommission noch Möglichkeiten, Geld zu sparen. Keine Millionen, „aber“, so Frenkert, „kleine Beträge summieren sich am Ende auch“. Überhaupt warnt der Kämmerer vor überzogenen Erwartungen an das beziehungsweise innerhalb des Gremiums selbst. „Wer geglaubt hat, dass bei der Prüfung mehrere 100000 Euro an Einsparungen herauskommen, lag von Anfang an daneben. Das würde ja bedeuten, dass früher alles falsch gemacht worden ist“, erklärte der Kämmerer. Doch für den Mann der Zahlen kommt es diesmal nicht alleine auf Euro-Beträge an. Die Arbeit innerhalb der Sparkommission hat sich seiner Meinung nach noch durch etwas anderes ausgezeichnet: „Wir konnten tabulos über alles diskutieren - und das über Fraktions- und Parteigrenzen hinweg.“

VON ANNE ECKRODT, OCHTRUP


21 · 02 · 12



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