Ochtrup. Hinter Dr. Martin Sommer liegen anstrengende Wochen. Immer wieder musste der Ordnungsdezernent des Kreises Steinfurt das neue Notarztsystem vorstellen, Kritikern Rede und Antwort stehen. Der Gegenwind, der ihm in den betroffenen Kommunen entgegenschlug, war an vielen Stellen zum Sturm geworden. Gestern hatte er zusammen mit Dr. Ludger Reekers, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis, Rainer Meinke, Sprecher der Krankenkassen, und Gerda Kaumanns, Leiterin des Kreisordnungsamtes, noch einmal eingeladen, um „Wissenslücken in der Bevölkerung“ zu schließen.
Ganz deutlich machte Sommer, dass es „keinen Grund für Verunsicherungen“ gebe. Vor allem die Diskussion um die Gründe für die Neuregelung wollte der Dezernent beenden. „Es waren keine Sparmaßnahmen, die Krankenhäuser konnten einfach die Ärzte nicht mehr stellen. Selbst mit höheren Fallpauschalen hätten die kleinen Krankenhäuser die notwendige Zahl an Ärzten nicht aufbringen können“, sagte Sommer beim Termin in Stroetmanns Fabrik in Emsdetten. Die Kliniken in Rheine und Ibbenbüren hätten diese Probleme nicht, wohl aber die in Emsdetten, Greven und Ochtrup. Das System sei durch die ständigen Ausfälle bei den Notarztdiensten nicht befriedigend gewesen.