Extreme machen nicht glücklich


Ob bei Filmprojekten wie hier im Medienwettbewerb „Was morgen zählt“, bei projektbezogenen Arbeiten, dem Kinder- und Jugendbericht oder der Konzeption der Spielstadt: Rainer Uthmann (l.) und das übrige Team des Jugendwerks Ostbevern mischen in vielen Bereichen mit.
Ob bei Filmprojekten wie hier im Medienwettbewerb „Was morgen zählt“, bei projektbezogenen Arbeiten, dem Kinder- und Jugendbericht oder der Konzeption der Spielstadt: Rainer Uthmann (l.) und das übrige Team des Jugendwerks Ostbevern mischen in vielen Bereichen mit.


Ostbevern-Brock - Wie stellst du dir dein Leben im Jahr 2020 vor? Dieser Frage gehen zurzeit sieben Jungs nach, die an dem Medienwettbewerbs „typ 2020 - Was morgen zählt“ des „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V“. aus Bielefeld teilnehmen. Begleitet von Rainer Uthmann trafen sich die Schüler im Jugendcafé, um mit den Medienpädagogen Dennis Strässer und Eik Tappe einen Videoclip zum Thema zu erstellen.

Welchen Job werde ich wohl haben? Mit wem lebe ich, allein oder in einer Partnerschaft? Was ist mir im Leben wichtig? Niklas Burchert, Lars Kujack, Pascal Nahrup, Jonas Oevermeyer, Jannik Reinker, Alexander Spahn und Aaron Uthmann stellten sich in diesem dreitägigen Projekt den Fragen und kamen dabei jeder zu ganz unterschiedlichen Meinungen. „Zwei Ideen für zwei Filme sind dabei herausgekommen“, dieses Fazit konnte der Leiter des Jugendcafés, Rainer Uthmann, nach den ersten Stunden des Workshops ziehen.


Mit extremen Lebenssituationen beschäftigten sich drei Jungen, die sich entweder als Obdachloser, als Reicher oder als „normaler“ Bürger der Kamera präsentierten. Dabei erkennen die 13- bis 15-jährigen Schüler, dass Extreme zu einem unglücklichen Leben führen.

Die zweite Gruppe des Projektes beschäftigte sich mit Traumbildern der Zukunft. Berufliche Ideen als Rockmusiker, Biologe oder technischer Zeichner werden demonstriert. In Interview-Szenen werden dann die realistischen Ziele dargestellt.

Lars Kujack, der einen Obdachlosen spielte, fand seine Zeit vor der Kamera „voll lustig“. Auch begeistert zeigten sich Jannik Reinker und Jonas Oevermeyer. Aus dem Stehgreif die eigene Meinung zu vertreten, fanden aber beide recht schwierig.

Angetan vom Projekt und den Jungen aus Brock waren Eik Tappe und Dennis Strässer. „Sie sind sehr diszipliniert“, konnten sie bereits am zweiten Tag des Workshops feststellen.

Neben dem Spaß an den Dreharbeiten locken natürlich auch die attraktiven Preise, mit denen die Videoclips ausgezeichnet werden. Eine Reise nach Kroatien, aber auch Sachpreise und Kurztripps bilden einen großen Reiz, sein Bestes zu geben.

Interessant wird der Film für die Jugendlichen wohl auch in zehn Jahren noch sein. Denn dann können sie anhand der DVD feststellen, wie ihr Leben entgegen der jetzigen Pläne und Wünsche verlaufen ist und wie der „typ 2020“ wirklich aussieht.

VON ANNE REINKER, TELGTE


14 · 02 · 10





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