„Das läuft besser als erwartet“ - VCB zieht positive Zwischenbilanz
Haben zurzeit allen Grund zur Freude: VCB-Trainer Uwe Wallenhorst (l.) und der Sportliche Leiter Karlo Keller.
Tecklenburger Land. Ein Viertel der Saison ist gespielt, und der VCB Tecklenburger Land steht in der 2. Volleyball-Bundesliga mit 8:4 Punkten als Tabellenfünfter ausgezeichnet da. „Von der Papierform her hätte ich im Vorfeld nicht erwartet, dass wir vier der ersten sechs Spiele gewinnen“, sagt der neue Trainer Uwe Wallenhorst. Und auch daserste Saisonspiel in Essen,. das 1:3 verloren wurde, sei von der Leistung her „sehr gut“ gewesen. Lediglich beim 0:3 gegen Schöneiche sei die Mannschaft komplett von der Rolle gewesen. Ansonsten: „Das läuft bisher deutlich besser, als ich erwartet habe“, sagt Uwe Wallenhorst.
Gründe dafür, dass es so gut läuft, gibt es einige. Uwe Wallenhorst zählt auf: „Die Mannschaft ist gut in Schuss, sie ist athletisch gut drauf, außerdem haben wir technisch und taktisch einiges umgestellt.“ Das sind aber in den Augen des Trainers nicht die Hauptgründe für den hervorragenden Saisonstart. Sondern: „Es ist die mentale Stärke“, sagt Wallenhorst. Immerhin gewann der VCB bereits zwei Fünf-Satz-Spiele, zudem steckte er die deutliche Heimniederlage gegen Schöneiche weg und gewann die folgenden Begegnungen in Lüneburg und gegen Delbrück wieder deutlich.
Zwar macht der Trainer seiner Mannschaft immer wieder deutlich, dass ein Satz bis zum 25. Punkt konzentriert durchgespielt werden muss, es sind aber nicht nur diese Appelle, die die momentane mentale Stärke ausmachen. Es sei auch die Erfahrung einer Mannschaft, die mittlerweile ihre dritte Zweitliga-Saison spiele, sagt Wallenhorst. „Man ist in der Liga angekommen“, umschreibt es der Coach. Das bedeutet aber auch, dass die Gegner mittlerweile wissen, mit wem sie es zu tun haben. „Man wird durchaus auch ernst genommen“, sagt der Trainer.
Eine Prognose, wohin der Weg noch führt, wagt der Trainer allerdings nicht. „Wir werden noch unsere Niederlagen kassieren“, glaubt Wallenhorst, dass die Mannschaft auch Rückschläge wird hinnehmen müssen. Wichtig sei es, dass weiterhin die Spiele gegen Teams gewonnen werden „gegen die wir gewinnen müssen, um die Klasse zu halten. Dann können wir sicher auch hier und da eine Mannschaft von oben ärgern.“
Am kommenden Samstag spielt der VCB beim SV Warnemünde. Eine Mannschaft zwar aus dem Mittelfeld mit 6:6 Punkten, aber auch ein Team, gegen das sich die TE-Spielgemeinschaft immer schwer getan hat. „Das wird ein ganz schweres Auswärtsspiel“, vermutet Uwe Wallenhorst, der aber auch sagt, dass seine Mannschaft in der momentanen Situation durchaus auch eine Niederlage verschmerzen könnte. Die sie natürlich nicht kassieren will. Auch nicht am darauf folgenden Doppelspieltag am 7. und 8. November bei Aufsteiger Lindow/Gransee und beim Internatsteam aus Berlin. Es folgen in diesem Jahr noch die Begegnungen gegen den momentanen Spitzenreiter Bayer Leverkusen, die am 14. November in der Laggenbecker Halle am Burgweg eine absolute Spitzenpartie sein könnte, beim noch ungeschlagenen Absteiger SV Giesen/Hildesheim und gegen den Erzrivalen UBC Braunschweig.
Legten mit 8:4 Punkten und Platz 5 nach dem ersten Viertel der Saison einen ausgezeichneten Start hin: Philip Schuhmacher (l.) und Jörn Middelbeck, hier im Block beim Sieg gegen Delbrück. (Fotos: Stefan Daviter)
Bei alledem will Uwe Wallenhorst auch angesichts des jungen Durchschnittsalters seiner Mannschaft eins nicht aus den Augen verlieren: „Es ist mit wichtig, dass die Mannschaft und die Spieler sich weiter entwickeln.“ Und zu verbessern gibt es auch auf dem Niveau, auf dem der VCB Tecklenburger Land sich bewegt, immer noch etwas: „Wir müssen im Aufschlag konstanter werden und arbeiten im Moment intensiv daran, die Annahme zu stabilisieren. Außerdem wollen wir im Angriff variabler und in der Feldabwehr noch stabiler werden“, zählt der Coach Elemente auf, an denen gearbeitet wird.
Wichtig sei dabei immer, sowohl in den einzelnen Ballwechseln als auch in den Spielen und über die gesamte Saison gesehen: „Wir dürfen nicht zu früh zu selbstsicher werden.“